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Sir John Eccles, 1963 Nobelpreis für Physiologie. Dieses außerphysikalische Gehirn wirkt nach den Entdeckungen von Sir John Eccles durch die Gehirne der individuellen lebenden Organismen. Kurz, die verschiedenen großen wissenschaftlichen Entdeckungen dieses 20.Jahrhunderts deuten auf ein holistisches Universum hin, in dem Materie, Energie und Bewusstsein auf einer tiefen und grundsätzlichen Ebene miteinander verbunden sind.

 

DAS BEWUSSTSEIN KONTROLLIERT DAS GEHIRN

Den wichtigsten Beitrag zur Funktion des Bewusstseins im materiellen und physischen Gehirn machte der britische Neurologe John Eccles, der 1963 den Nobelpreis für seine bahnbrechende Untersuchung der Synapsen des Gehirns bekam. Vor kurzem verkündete Eccles, dass er sogar bestimmen kann, an welcher genauen Stelle des Gehirns die Interaktion zwischen Bewusstsein und Materie stattfindet. Das Gebiet des Gehirn, von dem Eccles spricht, ist unter dem Namen `zusätzliches Bewegungsareal` (engl.: suplementary motor area, SMA) bekannt. Es befindet sich an der höchsten Stelle des Gehirns. SMA wurde zuerst von Wilder Penfield in den 1920er Jahren entdeckt. Wie funktioniert SMA?

Die Neuro-Physiologen Robert Porter und Coble Brinkman implantierten chirurgisch Mikro-Elektroden in die SMA Region einiger Affen. Diesen Affen wurde beigebracht, einen Hebel zu betätigen um ihr Essen zu bekommen. Aber man entdeckte, dass in einer zehntel Sekunde bevor die Affen den Hebel betätigten das Gehirn bereits zu arbeiten angefangen hat, die Zellen der SMA Region zu arbeiten anfingen und die motorischen Nerven für die Bewegung ansprachen. Bewusstsein zündet zuerst im SMA und dann fängt nur der Körper an zu arbeiten. Das ist bekannt als `Bereitschaftspotential`, das in allen menschlichen Wesen zu finden ist, in deren Gehirn das Bewusstsein eine Sekunde bevor jede geforderte Bewegung ausgeführt wird zu arbeiten anfängt. Eccles entdeckte auch, dass der frühe Entladungsausbruch in der SMA nicht mit der Anregung durch andere Zellen der SMA Region oder irgendeiner anderen des Gehirns zusammenhängt. Er folgerte daraus, dass „wir hier eine überzeugende Demonstration haben, dass der geistige Vorgang einer Absicht den Entladungsausbruch der Nervenzelle auslöst.“ 15


Eccles glaubt, dass ein `komplexer Code` es bewirkt, dass der `nicht-physikalische Geist (Verstand)` eigentlich mit den ca. 50 Millionen Neuronen der SMA Region spielt. Wie und wann kam dieser `nicht-physikalische Geist` in unserem Körper zum Funktionieren? Eccles glaubt, dass er im Verlauf der embryonalen Entwicklung in unser physikalisches Gehirn gekommen ist und nach Eccles ist es somit vorstellbar, dass dieses nicht-physikalische Selbst den Tod des physikalischen Körpers und Gehirns überleben könne. Seit diesen Entdeckungen tauchte ein neue Denkungsart, bekannt als `Funktionalismus`, auf, die das Bewusstsein als `die Software` oder den Operator hinter der Hardware des physikalischen Gesamthirnkomplexes betrachtet. Bewusstsein ist, nach diesem Gedankengebäude, ein `tatsächliches Phänomen` auf dessen Geheiß das Gehirn arbeitet. Es transzendiert den Körper, aber es arbeitet durch ihn und überwacht ihn. Der Wissenschaftler Dennet, selbst ein Funktionalist, schreibt: „Man sollte nicht an Geister glauben, sondern an Selbste, die eine Identität haben, die jeden einzelnen lebenden Körper transzendiert.“ Douglas Hofstadter, ein Computerwissenschaftler, nimmt an, dass die `Software` des Bewusstseins, das in der Tat mit ihrem Teil einen sichtbaren Effekt ausübt,  eine `abwärts gehende Wirkung` besitzt. Der Geist arbeitet mit der Materie. 16

 Ein Philosoph des 17.Jahrhunderts, Rene Descartes, beschrieb Materie als `ausgedehnte Substanz` und Bewusstsein als `denkende Substanz`. David Bohm streicht heraus, dass diese kartesianische Unterscheidung in Materie und Bewusstsein präzise die gleiche Unterscheidung ist, die er zwischen `äußerer Ordnung` und `eingebundener Ordnung` macht. Heutige Entdeckungen zeigen das Fehlen von Grenzen zwischen lebend und nicht-lebend, das deutlich macht, dass es ein holistisches Universum gibt, in dem Bewusstsein und Materie `sich entfalten und umhüllen`.

 

SUPER-KORTIKALES BEWUSSTSEIN: KOSMISCHES BEWUSSTSEIN

 Dr. Ashok Kumar Mukhopadhyaya, M.D., Abteilung für Pathologie, AIIMS in Neu Delhi, diskutierte 1987 in einer Schrift für ein NCERT-Seminar (gehalten in Neu Delhi) über Bewusstseinszustände - eine holistische Hypothese, Super-kortikales Bewusstsein - eine existente Wirklichkeit, viel unmissverständlicher drei Arten von Gehirnfunktion für menschliche Tätigkeiten verschiedenster Art, die aus den letzten Studien der medizinischen Wissenschaft entstanden sind. Er sagt:

 „Das menschliche Wesen, entwickelt nach Millionen von Jahren, durch Millionen Abschnitte von ursprünglichem Leben, dem Protoplasma, kann man sich vorstellen als ein sich entfaltendes Bewusstsein, das `Stammhirn-Bewusstsein`und `Limbisches-System-Bewusstsein` passierte, um das `Kortikal-Bewusstsein` zu erreichen. Das menschliche Gehirn hat auch das Potential das unerschöpfliche in ihm schlafende `kosmische Bewusstsein` anzuzapfen.“ Dieser höchste Bewusstseinszustand kann in der medizinischen Terminologie, nach Dr. Mukhopadhyaya, `super-kortikales Bewusstsein` genannt werden.

 Stammhirn-Bewusstsein personifiziert sich in der streng mechanischen Bewegung eines Körpers wie beim Marschieren eines Soldaten in die Richtung, die vom Anführer vorgegeben wurde. Sicherheitswachleute auf Streife könnte man als personifiziertes Beispiel für Stammhirn-Bewusstsein bezeichnen.

 Limbisches-System-Bewusstsein ist der Aspekt des Bewusstseins, der uns dazu antreibt Vergnügen zu suchen und Unvergnügliches zu meiden. Der grundlegende Antrieb auf dieser Bewusstseinsebene ist Durst (durch das osmoseregulierte Zentrum vermittelt), Hunger (durch `Hunger-` und `Sattheit`-Zentren des Hypothalamus vermittelt) und Sex (durch pre-optische hypothalamus oder andere komplexe bekannte Verbindungen vermittelt).

 Die, die allein limbisch-bewusst sind, (wenn so etwas überhaupt möglich ist), sind um ihre eigenen Vergnügungen besorgt. Sie können alles für ihren eigenen sinnlichen Genuss tun. Leute, die von diesem Bewusstsein beherrscht werden, werden allgemein als selbstsüchtig bezeichnet. 17

 Eine noch höhere Bewusstseinsebene ist das kortikale Bewusstsein, das vom zerebralen Kortex stammt. Das zerebles Kortex mit seinen 200 Millionen Strängen im Großhirn, unzähligen Verbindungen zwischen den 10 000 Billionen Neuronen in 4 Millionen Modulen mit hoher Synapsendichte auf einem Gebiet von über 2500 qcm verteilt, ist der Sitz des kortikalen Bewusstsein. Die Manifestation dieser Bewusstseinsebene ist vor allem ein tieferes Selbst-Bewusstsein des Individuums. Jede kreative Vorstellung und ästhetische Aktivität gehört zu diesem kortikalen Bewusstsein. Unter seiner Herrschaft entwickeln sich Leute zu Genies oder Anführern auf verschiedenen Gebieten der Wissenschaft, Religion, Politik oder Soziologie. Die führenden Ideen dieser Genies auf den verschiedenen Gebieten schaffen menschliche Werte. Ein reines `kortikales Bewusstsein` ist ohne jedes Motiv. Das ist warum Künstler fühlen, dass Kunst nur um der Kunst Willen ist. Es ist eine Freude darin selbst, und der Kreative fühlt, dass nicht er oder irgendjemand anderer befriedigt werden braucht. 18

 Nach Dr. Mukhopadhyaya finden heute medizinische Wissenschaftler die Existenz einer Fünften Dimension - `Das Superkortikale Bewusstsein`. Das ist die Bewusstseinsebene, wo man durch das eigene individuelle Bewusstsein das `kosmische Bewusstsein` fühlt. 19

 Das menschliche Wesen hat sich aus einer Masse aus Protoplasma nach Millionen von Jahren entwickelt. In diesem Prozess hat es viele Phasen durchquert. Die Gesamtgeschichte der Menschheit stellt eine Entwicklungsgeschichte des Bewusstseins dar. Heute bereiten uns die neuesten Versuche in Psychologie und Yoga darauf vor, systematisch das super-kortikale oder kosmische Bewusstsein anzuzapfen. Die Leben der bedeutenden geistlichen Größen wie Buddha, Christus oder Ramakrishna haben bereits den praktischen Aspekt des super-kortikalen Bewusstseins demonstriert.

15. M. Talbot, Beyond the Quantum (Bantam New Age Book, 1988) S.93

16. Ebd. S.102-103, 107

17. Dr. Ashok Kumar Mukhopadhyaya: Seminarschrift States of Consciousness-A Holistic Hypothesis etc.,           NCERT-Seminar, Februar 1987

18. Ebd. S.35

19. Ebd. S.4