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Menschliche Antworten von Metallen und Pflanzen

Neue Experimente mit Pflanzen

Der Bioplasmische Körper

Das Lebensfeld

Der holistische Hintergrund des Lebens

 

DIE HOLISTISCHE WISSENSCHAFT DES LEBENDEN UND DES NICHT-LEBENDEN

 [Entdeckung durch Sir J.C. Bose und anderen]

 Die Unterscheidung zwischen Lebendem und Nichtlebendem hört für einen Menschen auf, der die letztliche Vision der Realität erreicht hat. Das ist die Erfahrung von Heiligen, Sagen und Mysterien aller Länder und Weltanschauungen, die einen überbewussten Geisteszustand erreichen konnten, hinter ihren bewussten und unterbewussten Ebenen. Die alten Hindus wussten das zu gut. Der Dreh- und Angelpunkt der Lehre der Upanishaden, wie Sarvam Khalu Idam Braham (alles Existierende ist wirklich Brahman, EINE EXISTENZ-WISSEN-SEELIGKEIT-ABSOLUTHEIT) , oder Ishavasyam, Idam Sarvam (man muss alles in der letzten höchsten Wirklichkeit eingebunden sehen) sprechen von dieser Wahrheit. Auch die späteren Vorstellungen  im Hinduismus wie antahsanjna bhavettiti sukhadukkha samanvita (auch die Welt des Nichtlebenden hat in sich das schlafenden Gefühl von Leid und Freude), bezeugen jenen höchsten Zustand von mystischer Realisation. In der Welt der wissenschaftlichen Entdeckung, besonders im 20. Jahrhundert, erinnert man sich der alten Wahrheiten und erhärtet sie auf verschiedenen Wegen durch verschiedene Arten von Experimenten mit Nichtlebendem wie Metallen und der stummen Welt des Pflanzenlebens.

 

MENSCHLICHE ANTWORTEN VON METALLEN UND PFLANZEN

 Es ist Jagadish Chandra Bose, ein indischer Wissenschaftler, der als Erster durch Experiment unter Beweis stellte, dass Metalle, die für leblose Objekte gehalten werden, sich wie Pflanzen oder menschliche Muskeln verhalten. Bose begründete tatsächlich die Verbindung zwischen der Physik, der Botanik und der Physiologie. Boses Ruhm als Physiker aller Zeiten wurde 1895 begründet. Bei einer Versammlung in der Stadthalle von Calcutta, unter der Präsidentschaft des bengalischen Lieutenant-Governors Sir Alexander Mackenzie, übermittelte Bose elektrische Wellen durch drei dazwischenliegende Wände 75 Fuß entfernt, wo sie ein Relais auslösten, das eine schwere Eisenkugel warf, eine Pistole abfeuerte und eine kleine Mine explodieren lies. Boses Leistung erregte sofort die Aufmerksamkeit der Königlichen Gesellschaft Englands. Die Universität von London offerierte ihm ein Doktorat. The Times von London pries die „Originalität der Leistung“ trotz der Verfügbarkeit von „nicht adäquaten Apparaturen und Geräten“. The Spectator sprach von der Rede, „die von einem Bengalen ärmster Abstammung kommt“ an „eine Hörerschaft von würdigen europäischen Zivilisierten über einen schwerst verständlichen Zweig moderner physikalischen Wissenschaft“ als von „geringer Interesse“. Im Jahr 1895, das Jahr bevor Marconis Patent über Radiowellen auf den Markt kam, ist es J.C.Bose der als Erster erfolgreich die Verbreitung von Radiowellen demonstriert hat. Als ein aufrichtiger Sucher nach Wissen hatte Bose keine Interesse daran Patente an seiner epochemachenden Erfindung zu erwerben. Statt in die kommerziellen Vermarktung einzusteigen hat diese herausragende Entdeckung der Physik Bose angetrieben tiefer in andere Aspekte der Physik einzusteigen, namentlich die Entdeckung der Sensibilität oder das organische Verhalten von anorganischer Materie wie z.B. Metallen.

 1899 begann Bose vergleichende Studien von Nicht-Lebendem, wie Metallen, und Tieren.

 Er fand experimentell heraus, dass Metalle weniger empfindlich werden, wenn sie dauernd benützt werden, aber wieder normal nach einer Pause werden. Die Entdeckung der „Müdigkeit von Metallen“ führte Bose von der Domäne der Physik zur Physiologie. Zur Überraschung der Wissenschaftler wurde es schwerer, die Grenze zwischen dem so genannten „lebenden“ und „nicht-lebenden“ aufrechtzuerhalten. Physiologen hörten mit Skepsis und Zweifeln Bose zu, der seine Experimente in der physikalischen Abteilung der British Association in Bradford demonstrierte. Wissenschaftler sahen verwundert die ähnlichen Kurven bei Muskeln und Metallen wenn sie auf Auswirkungen von Müdigkeit, Anregung, Depression oder giftigen Drogen reagieren. Folgerichtig fand Bose, dass Pflanzen ähnlich wie Metalle oder Muskeln reagieren. Am 10.Mai 1910 zeigte Bose alle seine Experimente in England und beendete sie mit den Worten:

 „Ich habe ihnen heute Abend autographische Aufzeichnungen beim Ablauf von Stress und Belastung bei Lebendem und Nicht-Lebendem gezeigt. Wie ähnlich sind doch die Aufzeichnungen! So ähnlich nämlich, dass sie von einander nicht zu unterscheiden sind. Können wir da aufgrund dieser Phänomene noch eine Demarkationslinie ziehen und sagen, hier hört Physik auf und da beginnt Physiologie? Solche absoluten Grenzen existieren nicht ... Es war als ich hinter die stummen Zeugen dieser selbstgemachten Aufzeichnungen kam und auf ihnen eine Phase durchdringender Einheit erkennen  konnte, die von allen Dingen getragen ist - die Staube die in den Wellen eines Lichtstrahls tanzen, das wimmelnde Leben auf unserer Erde und die strahlenden Sonnen die über uns scheinen - da war es als ich zum ersten Mal ein wenig von der Nachricht meiner Ahnen an den Ufern des Ganges vor 30 Jahrhunderten verstand.“Denen, die in all der wechselhaften Vielfalt des Universums den Einen erkennen, denen gehört die ewige Wahrheit - sonst niemandem, sonst niemandem.“

 Sir Robert Austen, einer der Grossen in Sachen Metalle dieser Tage, lobte Bose für seine fehlerfreie Argumentation und sagte, „Mein Leben lang habe ich die Eigenschaften von Metallen studiert und ich bin glücklich darüber, dass sie lebendig sind.“ Einen Monat später wiederholte Bose die gleichen Experimente vor der Königlichen Gesellschaft in London. Jetzt begannen langsame Reaktionen, offensichtlich aus Eifersucht. Sir John Burdon Sanderson, höchste Autorität in London für Elektrophysiologie, weigerte sich Bose anzuerkennen, hat er sich doch lange Jahre um diese Reaktionen bemüht und keinen Erfolg gehabt. Aber gute Stimmen überwogen. Das führende Wissenschaftsmagazin Nature kommentierte Boses zweite Buch Vergleichende Elektro-Physiologie (Comparative Electro-Physiology), das mit 321 neuen Experimenten die Empfindsamkeit von Pflanzen behandelt, folgend: „Es verfährt so ruhig und logisch, und doch beginnt es nicht von einem Ort des existierenden Wissens(Körpers).“

 Peter Tompkins and Christopher Bard schrieben über Bose, dass „die westliche Wissenschaft es mit einem Genius zu tun hat, der ein halbes Jahrhundert voraus ist.“

 Boses Entdeckung etablierte die Tatsache, dass alle Wissenschaftszweige miteinander verbunden sind, was zu der Erkenntnis der Einheit des Lebens führt. Er schrieb:

 „Die ausgedehnte Wohnung der Natur ist aus vielen Zimmern gebaut, jedes mit einer eigenen Tür. Der Physiker, der Chemiker und der Biologe kommen durch verschiedene Türen, jeder in seine Wissensabteilung, und jeder denkt, dass sein spezielles Wissensgebiet mit keinem anderen verbunden ist. Folglich entstand daraus unsere gegenwärtige Unterteilung der Erscheinungen in anorganische, pflanzliche und organische Welten. Diese philosophische Haltung der Vernunft sollte man ablegen. Wir sollten uns daran erinnern, dass alle Untersuchungen das Erreichen von Wissen in seiner Vollständigkeit zum Ziel haben.“

 Langsam begann die gebildete Welt Bose wahrzunehmen. George Bernard Shaw widmete seine gesammelten Werke Bose, als dem „größten lebenden Biologen“. Die Times in London schrieb: „Während wir in England im rohen Empirismus barbarischen Lebens stapfen, hat ein Scharfsinniger aus den Osten das Universum in eine Synthese zusammengekehrt und dabei den Einen in all seinen wechselnden Manifestationen (Erscheinungen) gesehen.“   1926, zusammen mit Albert Einstein, N.A. Lorentz und Gilbert Murray, wurde Bose zum Mitglied der Liga nationaler Komitees für interkulturelle Zusammenarbeit benannt. Bose faste seine Entdeckungen 1929 folgend zusammen:

„In vielen Untersuchungen von Kraftwirkungen auf Materie war ich erstaunt, wie Grenzlinien verschwanden und sich Kontaktpunkte fanden, die zwischen Lebenden und Nicht-Lebenden auftauchten. Meine erste Arbeit auf dem Gebiet unsichtbaren Lichts lies mich erkennen, dass wir in der Mitte eines erleuchteten Meeres fast blind dastehen. Gerade bei der Nachforschung des Lichts vom Sichtbaren zum Unsichtbaren transzendiert unser physikalisches Sehen unsere Ebene der Nachforschung, sodass auch das Problem des großen Mysteriums von Leben und Tod einer Lösung ein bisschen näher kommt, wenn wir im Bereich des Lebenden vom  Gehörten zum Un-Erhörten wandern.“[i]

 Nach Boses Entdeckungen und seinen Interpretationen, entdeckt die Wissenschaft nach und nach, dass es nur ein Bewusstsein gibt, dass  im Menschen, in den Pflanzen und auch in Metallen schwingt, und das auf verschiedene Weise. Und die Natur dieser Lebensschwingung im so genannten Unbelebten kann nicht nur durch ein oder zwei Experimente, sondern durch hunderte nachgewiesen werden. Erwin Schrödinger ist nur ein Echo von Sir J.C. Bose als er fast drei Jahrzehnte schreibt:

 „Bewusstsein wird nicht im Vielfältigen, sondern nur in der Einheit erfahren (Anm.d.Ü. die Materialisten spötteln über die Einfältigkeit solcher Behauptungen). Wie entsteht die Vorstellung der Vielfältigkeit (so nachdrücklich von den Schreibern der Upanishaden angegangen)? ... Viel dümmere Fragen wurden gestellt: Haben Tiere Seelen? Es sollte eher gefragt werden, ob Frauen oder auch Männer Seelen haben. ... Es bleibt die einfach mögliche Alternative, an der unmittelbaren Erfahrung festzuhalten, dass Bewusstsein einmalig (einzigartig, einfach, Anm.d.Ü.) und als Vielheit unbekannt ist.“[ii]

 

NEUE EXPERIMENTE MIT PFLANZEN

 Zu Beginn des 20.Jahrhunderts bekräftigte der Wiener Biologe Raoul Francé die Vorstellung, dass Pflanzen ihre Körper so anmutig wie Tiere oder Menschen bewegen, nur tuen sie dies auf einem viel langsameren Weg. „Pflanzen“, sagt France, „ist eine Absicht inne.“ Francé bestand darauf, dass Pflanzen sicher, verschieden und sofort auf die äußere Welt reagieren. Sie beobachten und erinnern dauernd äußere Vorgänge und Erscheinungen. Ihre Bedeutung von Kommunikation ist etwas Höheres für unsere Sinne. Seine anfängliche unwestliche Idee war, die Wahrnehmung der Pflanzen entstehe in einer supramateriellen Welt von kosmischen Wesen, von denen  in  den Geschichten der Hindus, lange vor Christi Geburt, als Devas erzählt wird, und diese Devas waren die Bedeutung  direkter Visionen und Erfahrungen. Klar, dass seine Ansichten als  die eines „netten Jungen“ und „hoffnungslosen Romantiker“ abgetan wurden.

 Cleen Backster, der mit dem Lügendetektor in Amerika hervorragte, stachelte die Welt der Wissenschaft mit seinem wiederholt erfolgreichen Experiment mit dem Lügendetektor an, den er mit einer Pflanze, einer Drazena (Drazena Massan-geana), machte. Im Experiment war die Pflanze mit einem Galvanometer verbunden. Die Nadel des Galvanometers bewegt  sich (oder  ein Stift zeichnete auf einer Papierrolle eine Spur), wenn ein schwacher elektrischer Strom durch das Gerät fließt. Die Nadel (oder der Stift) des Galvanometers, das mit der Pflanze von Backster verbunden war, zeichnete verschiedene Arten von Kurven in Verbindung zu den Veränderungen im Verstand (Anm.d.Ü.: im Denken) oder einer leichten emotionellen Veränderung der Person auf, die gerade vor der Pflanze stand. Die Pflanze Backsters verhielt sich wie ein menschliches Wesen. Sie reagierte schon auf jemand, der mit einem angezündeten Streichholz erschien um sie anzubrennen, oder wenn ein wilder Hund plötzlich im Zimmer erschien, oder wenn eine Person hereintrat, die böse Absichten hegte. Diese Reaktionen wurden durch Grafiken des Galvanometers aufgezeichnet, der mit der Pflanze verbunden war. Die Pflanze gab sogar Erinnerungen wieder, als sie einen Missetäter wieder erkannte, der früher etwas Böses in seiner Gegenwart getan hatte.

 Backsters Forschungen gingen weiter voran. Seine Pflanze reagierte aufgeregt, als mit einem rohen Ei ein Hund gefüttert wurde. Spätere Versuche mit anderen gleichen Eiern bestätigten, dass im Ei ein schlafendes Leben eines Kücken war. Backster erkannte, dass er ein neues Kraftfeld betreten hatte, eine Lebenskraft, die von gewöhnlichen Instrumenten nicht aufgezeichnet werden konnte.

 Peter Tompkins und Christopher Bard, die die Versuche erklärten, schrieben, „Wissenschaft scheint an der Ebene der Zellen nicht anzuhalten. Sie dürfte bis zur molekularen gehen, vermutlich weiter. Alle Arten von Dingen, die konventionell als unbelebt betrachtet wurden müssten neu bewertet werden.“ Backsters Versuche wurden 1968 im internationalen Journal für Parapsychologie (Nr.10) und später im National Wild Life (Feb. 1969) veröffentlicht. [iii] Sie eröffneten Prachtstraßen neuen Denkens über die Natur und das Leben von Pflanzen. Später experimentierten andere Wissenschaftler wie Pierre Paul Sauvin von New Jersey und Eldon Byrd der US-Navy erfolgreich mit Pflanzenleben in der Art von Backster. In Japan demonstrierte Dr.Hashimoto des Hashimoto-Electronics-Forschungszentrums vor einer recht skeptischen Hörerschaft wie ein Kaktus die Fähigkeit des Hinzuzählens entwickelte und auf das Gefühl der Liebe noch aus Entfernung reagierte. Er glaubte, dass diese drei-dimensionale Welt lediglich ein Schatten einer vier-dimensionalen Welt ist, die sich von der drei-D-Welt, wie er sagt,  durch `Konzentration der Vernunft` (mind concentration, mind hat im Deutschen, wie gesehen,  eine ganze Latte von Bedeutungen)kontrastiert.[iv] Der USA Chemieforscher Marcel Vogel bezeugte die psychische Kraft und seine Wirkung als er erfolgreich einige Blätter aus seinem Garten ungewöhnlich lange im frischen Grün zu behalten nur mit dem dauernden „Willen“ eines Menschen „es möge weiter leben“. Im Jahr 1971experimentierte Vogel mit einer Philodendron Pflanze und fand heraus, dass ein „bestimmter ausgerichteter Bewusstseinszustand“,  den er auf die Pflanze gerichtet hatte, klare Ergebnisse brachte, die von einem Aufzeichnungsgerät aufgezeichnet werden konnten. Herr Vogel zeigte seine Versuche im Fernsehen. Er sagte: „Pflanzen sind lebende Objekte, empfindsame, Spuren im Raum. Sie verstrahlen Energie, Kräfte die auf den Menschen förderlich wirken. Man kann diese Kräfte fühlen. ... Lebenskraft oder kosmische Energie, die alle lebendigen Dinge umgibt, verteilt sich an Pflanzen, Tieren und Menschen. Durch dieses Anteilnehmen werden eine Person und eine Pflanze eins!“ Mit einer anderen Versuchsanordnung fand Vogel heraus, dass ein empfindsames Individuum (Anm.d.Ü: Individuum=Unteilbares) tatsächlich geistig (engl.:mental =denkend, einfühlend usw.) in ein Blatt  hineinsteigen kann und genaue Einzelheiten über das Innere des Blattes selbst zu erfahren, also „vollständige Beschreibung der verschiedenen Teile und der Zellen des Blattes bis hinunter zu den einzelnen Zusammensetzungen der DNA-Moleküle.“ Vogel kam zu dem Schluss, „wir können uns in die Zellen unseres eigenen Körpers bewegen und diese, je nach Geisteszustand (Bewusstseinszustand, Anm.d.Ü.), auf verschiedene Weise beeinflussen - eines Tages wird dies die Ursache von Krankheit erklären. ... Keine Anstrengung des Nachprüfens wird eine Sache in Laboren beweisen, bis die Versuche von richtig erprobten Beobachtern gemacht werden. Geistige (spiritual) Entwicklung ist unerlässlich.“[v]

 Vogel räumte natürlich ein, dass so eine These von der mechanistischen Wissenschaft nicht angenommen werde: „aber das gilt für die Philosophie von vielen Wissenschaftlern, die nicht erkennen, dass kreativ Experimentieren bedeutet, die Experimentatoren werden zu einem Teil ihrer Experimente.“ Diese These von Vogel war natürlich experimentell von Werner Heisenberg 1927 mit seiner Entdeckung des Unschärfeprinzips nachgewiesen worden. Es besagt, dass das subjektive Element eines Versuchs untrennbar mit der Durchführung des Versuchs verbunden ist.

 

DER BIO-PLASTISCHE KÖRPER

 Ein russischer Elektroingenieur und auch Amateurfotograf, Semion Davidovich Kirlian und seine Frau Valentina machten als Erste erfolgreiche Aufnahmen von dieser „merkwürdigen Energie“, die von allen lebenden Dingen umgeben ist. Auf ihren Fotos von Blättern lebendiger Pflanzen scheinen „Strahlen von Energie“ und „wirbelnde Feuerbälle aus Licht“ aus den Pflanzen in den Raum zu schießen.[vi] Auf der ersten westlichen Konferenz für Kirlian Fotografie und die menschliche Aura im Frühling 1972 in Manhattans Zentrum der Vereinten Ingenieure wurde die Kirlian Technik von den beiden Wissenschaftlern Thelma Moss und Kendall Johnson erfolgreich vorgeführt. William A. Tiller, der Chef der Abteilung für Materialforschung der Universität Stanford, benutzte die Kirlian Technik für Aufnahmen der `Aura` um die menschliche Fingerkuppe. Später entdeckte man,  die Kirlian Fotografie findet die Aura des „gesamten Blattes“, obwohl vor der Aufnahme ein Teil abgeschnitten wurde. Tiller glaubte, dass diese Fotografie die holografische Aura des Blattes entdeckt hatte. Spätere Kirlianfotos von Geistheilern deuten auf „eine Art von Energie, die von den Händen des Heilers in den Körper des Patienten fließt.“[vii]

 Mit der Kirlian Technik arbeitend fasste der russische Wissenschaftler Valdimir Inyushin seine neuen Erfindungen 1968 in einem langen wissenschaftlichen Papier zusammen: Der biologische Wesenskern des Kirlianeffects. Während Kirlian  dachte, dass die Aura auf seinen Fotos den elektrischen Zustand der Organismen benutzt sprach Inyushin von ihnen als dem „biologischen Plasmakörper“ oder der „etherische“ oder „astrale“ Körper der früheren Zeit. In der Physik wird Plasma als elektrisch neutral definiert, hoch ionisiertes Gas aus Ionen, Elektronen und neutralen Teilchen, das als so genannter „vierter Zustand der Materie“ bezeichnet wird (nach  fest, flüssig oder gasförmig). [viii]

 Swami Vivekananda sprach von dieser Aura beim Menschen, die traditionell als  Heiligenschein (Halo) um die Köpfe von göttlichen Personen gemalt werden.

 „Heiligenscheine sind Symbole des inneren Lichts und kann vom Yogi gesehen werden. Manchmal sehen wir ein Gesicht, als ob es von Flammen umgeben ist, und können darin den Charakter ablesen und beurteilen ohne sich zu irren.“ [ix]

 „Der bioplastische Körper“ ist in den letzten Versuchen als deutlicher „Energiekörper“ aufgetaucht, der ein Duplikat des tatsächlichen (oder wirklichen. Was ist wirklich und tatsächlich? d.Ü.) Körpers ist, der sein eigenes „elektromagnetische Feld“ hat. Dies ist der „sukshma Sharira“ oder der feinere Körper, den die Hindus von Alters her kennen. Dieser Feinkörper ist eine Kombination aus „Lebenshülle“ (pranamaya kosha), der Geisthülle (manomaya kosha) und der Hülle aus Gedanken, Ideen, und Wissen des Individuums (vijnanamaya kosha), der hinter dem Grobkörper aus Fleisch, Blut und Knochen liegt. Dr.John Pierrakos, ein Psychiater, der  visuell den „Energiekörper“ um Pflanzen, Tiere und Menschen erkennen kann, sagte, dass die Energie, die zu den Individuen kommt, „eine Lebenskraft ist, die vom Bewusstsein ausgeht“.[x]

 Dies ist nur das Echo der alten Hinduvorstellung vom „personellen Magnetismus“, der von reinen und spirituellen Seelen ausgeht, wie bei Heiligen und in den Sagen.

George Dela Warr, ein psychologisch begnadeter Zivilingenieur, der 1955-56 mit Saatgut experimentierte, das er für schnelleres Wachstum bestrahlte, kam plötzlich zu einer „erschütternden neuen Realität mit sehr weitreichenden Folgerungen“. Er entdeckte, dass Saatgut nicht nur auf Bestrahlung reagiert, sondern auch auf die Menschen, die mit der Bestrahlung zu tun haben. Deshalb war seine Schlussfolgerung, dass „der Geist (engl.: mind) eines Menschen Veränderungen in den Zellen bewirken kann“! Er regte auch führende englische Physikern an, dass „eine universelle Energie durch gezieltes Denken von jemandem geweckt werden könnte“. Er machte sich natürlich lächerlich. Dela Warr wiederholte seine erreichten Schlussfolgerungen nachdem er die Auswirkung der Extra-Energie gesehen hat, die das Saatgut durch den Faktor Mensch bekam, die mit ihrer Behandlung beschäftigt waren. Er sagte,  „tatsächlich müssen wir unser Konzept von dem, was Materie bildet, überarbeiten, auch dann, wenn so eine Revision eine vollständige Überholung des gegenwärtigen Wissens verlangt. Wie z.B. könnte diese Energie in mathematische Gleichungen gepackt werden?“[xi] Dem Weg von Dela Warr folgend, experimentierte Dr. Robert N. Miller 1967 mit Saatgut, das mit humanem guten Willen und „Gebeten“ behandelt wurde. Diese Samen zeigten um 80% schnelleres Wachstum als solche, die ohne Gebete und gute Absichten gepflanzt wurden.[xii] Swami Vivekananda gab die vedische Sicht über dieses unsichtbare Energiefeld, das andere um uns herum beeinflusst: „Der Körper ist ein zum Objekt gewordener Gedanke. Die `Sonne` und der `Mond` bringen mit ihren Strahlen Energie zu allen Teilen des Körpers. Die überschüssige Energie wird in bestimmten Punkten (engl.:  plexuses, vgl. auch Solarplexus) entlang der Wirbelsäule, bekannt als Nervenzentrum, gespeichert.“[xiii]

 „Teile unserer Energie werden zur Erhaltung unseres Körpers benutzt. Daneben wird Tag und Nacht jeder Teil unserer Energie dazu benutzt andere zu beeinflussen. Unsere Körper, unsere Kräfte, unser Intellekt und unsere Spiritualität - all das beeinflusst ständig andere; und so, anders herum, werden wir beeinflusst von denen. Das passiert andauernd um uns herum.“[xiv]

 Anregender waren die Entdeckungen von J. I. Rondale, der nach einigen Experimenten herausfand, dass die „Mutterpflanze“ nicht unbedingt in der Nähe ihrer Kinder wachsen müsse, um für sie von „Nutzen“ zu sein. Die Mutter kann offensichtlich in der nächsten Stadt sein, über den Ozean oder sonst irgendwo auf der Erde.[xv] Rodales Entdeckungen erinnern uns an die Entdeckung des Holistischen Universums, in dem zwei gleiche Objekte irgendwie andauern verbunden sind, auch angesichts einer enormen Entfernung. Das war das Ergebnis von David Bohms erfolgreichem Versuch von Bells Theorem, der schlüssig darlegte, dass zwei gleiche Objekte irgendwie dauernd verbunden sind, wie auch immer die physikalische Entfernung zwischen ihnen sei.[xvi]

DAS LEBENSFELD

 Physiker haben so ihre Aufmerksamkeit lange auf die bekannten Felder der Physik gelegt. Dies sind die Gravitationsfelder und die elektromagnetischen Felder, die in unserer makrokosmischen Welt der Eisenkugeln und magnetischen Stäben vorherrschen. In den supermikroskopischen Feldern der subatomaren Teilchen sehen wir die Arbeit von zwei anderen Kräften, einmal die „starke“ und die „schwache“ Anziehungskraft. Physiker haben kaum an die Vorstellung der Felder von lebenden Systemen gedacht, einschließlich der Pflanzen und der lebenden Organismen. Die Naturwissenschaften waren lange in Fachgebiete unterschieden worden. Das Studieren der Moleküle und Kristalle ist nicht das Gebiet der Physiker, sondern der Chemiker, Kristallografen, Biochemiker und Molekularbiologen, lebende Organismen werden im Reich der Biologie und der Geist im Reich der Psychologie und Parapsychologie studiert. Heute jedoch verschwinden offensichtlich diese wasserdichten Aufteilungen und interdisziplinäre Studien werden alltäglich.

 Moderne Physiker haben schließlich das Konzept der „Felder“ hinter aller Materie erreicht, besonders der subatomaren Teilchen. Es gibt viele Arten der Materiefelder, eines für jede Art von Teilchen; ein Elektron ist ein Quantum eines Elektron-Positron-Feldes; ein Proton ist ein Quantum eines Proton-Antiproton-Feldes und so weiter. Verschiedene Arten von Materiefeldern können interagieren und sie können auch mit elektromagnetischen Feldern interagieren. Alle diese Interaktionen oder Wechselbeziehungen werden durch Quanten bewirkt.

 Die letzten Entdeckungen in der Physik haben bewiesen, dass Materieteilchen Quanten von Energie in Feldern sind, die Zustände des Raumes oder des Vakuums sind. Dies ist die moderne Grundlage zum Verstehen der materiellen Realität. „Obwohl diese Vorstellungen der Physiker so weit geht, hat sie eine geringe Auswirkung auf das Verstehen von lebenden Organismen“, schreibt der Pflanzenbiologe Rupert Sheldrake. Quantenphysiker habe die Atome in komplexe Systeme quantifizierter Felder aufgelöst. Doch bei den biologischen Forschungen erhielt sich vieles von der alten atomistischen Denkweise. Moleküle oder Atome scheinen noch die Grundlage der Biologie darzustellen. In der mechanischen Biologie gibt es keine Überlegungen für die Möglichkeit einer neuen Art von Feldern, die Quantenphysikern unbekannt sind. Jeder lebende Organismus, wie z.B. der menschliche Körper, ist aus Billionen und Aberbillionen Molekülen verschiedenster Elemente zusammengesetzt. Wenn jedes dieser Moleküle oder Atome ein deutliche eigenes Kraftfeld hat, was bedeutet dann dieses zentrale oder anführende Kraftfeld in einem speziellen lebenden Organismus, das anleitet und dessen Kraft sich in den Kraftfeldern von jedem dieser Billionen von Molekülen und Atomen ausdrückt?

 Die letzten sechs Jahre versuchten Biologen sich ein einziges Kraftfeld im lebenden Organismus vorzustellen. 1960 postulierten F.S.C.Northop und Harold Saxton Burr dieses Feld als Bio-Gravitations-Feld oder L-Feld. Kürzlich begann Rupert Shaldrake, ein Wissenschaftler in Cambridge, auf der Basis seiner erfolgreichen Versuche, die gleiche Vorstellung eines morphischen Feldes zu entwickeln. Shaldrake sagt:

 „Es dürfte nicht abwegig sein ein Insulin Molekül als ein Quantum oder eine Einheit in einem Insulin Feld zu sehen; oder auch einen Schwan als ein Quantum oder eine Einheit in einem Schwan-Feld. Aber das ist nur eine andere Weise über das morphische Feld zu denken; jedes Teilchen Insulinmolekül ist eine Erscheinung des morphischen Feldes des Insulin; jeder spezielle Schwan ist eine Erscheinung des morphischen Feldes Schwan.“

 „Morphische Felder sind tatsächlich kompatibel den Quanten-Materiefeldern. Wenn man sagen kann, dass Atome morphische Felder haben, dann mag das gut die bereits beschriebene Quantenfeldtheorie sein. Aber die morphischen Felder von Zellen, Gewebe, Organen und lebenden Organismen sind soweit nur mit ungefähren und allgemeinen Ausdrücken beschrieben worden. Wenig ist von ihren Eigenschaften durch das Studium des Pflanzen- und Tierwachstums bekannt, aber die Art, wie diese Felder den Prozess der Morphogenese entwickeln, bleibt im Dunkeln.“[xvii]

 Das „morphische Feld“ ist nur das „Feld“ der Aktivitäten der Lebenskraft in einem menschlichen Körper oder einem lebenden Organismus.

 Swami Vivekananda erklärt für den modernen Menschen die indische Vorstellung der Akasha (Ursprüngliche Materie) und Prana (Ursprüngliche Energie) aus denen, nach dieser Theorie, alles in der Welt, Lebendes und Unbelebtes, in die Existenz kam.

 „Nach den Philosophen Indiens ist das ganze Universum aus zwei Materialien zusammengesetzt, eine davon nennen sie Akasha. Es ist die allgegenwärtige, alles durchdringende Existenz. Alles was Form hat, alles das ist das Ergebnis aus Kombinationen, ist hervorgebracht aus dieser Akasha. Es ist Akasha das Luft wird, das zu Flüssigkeiten wird, das Festes wird; es ist Akasha das zu Sonne wird, zu Erde, zu Mond, zu Sternen, zu Kometen; es ist Akasha das zu dem menschlichen Körper wird, zum Tier, zu Pflanzen, zu jeder Form, die wir sehen, zu jedem, das wir wahrnehmen können, zu allem, was existiert.“

 „... Durch welche Kraft ist dieses Akasha in diese Welt gekommen? Durch die Kraft der Prana. So wie Akasha das unendliche, allgegenwärtige Material des Universums ist, so ist Prana die unendliche, allgegenwärtige bildende Kraft dieses Universums. Am Anfang und am Ende eines Zyklus wird alles zu Akasha und alle Kräfte, die im Universum sind kehren zur Prana zurück; im nächsten Zyklus entwickelt sich alles, das wir Energie nennen, aus dieser Prana. Es ist Prana, das sich als Bewegung manifestiert; es ist Prana, das sich als Gravitation, als Magnetismus manifestiert. Es ist Prana, das sich in den Körperaktionen manifestiert, als Strom in den Nervenbahnen, als Gedankenkraft.“[xviii]

Vivekananda schreibt weiter:

 Gerade wie in einem rauschenden Strom Millionen von Strudeln sind, ist das Wasser in jedem Moment verschieden, wenn es ein paar Sekunden herumgewirbelt wird und dann herauskommt um durch eine frische Menge ersetzt wird, so ist das ganze Universum eine dauernd wechselnde Masse von Materie, in der alle Formen der Existenz solche Strudel sind. Eine Masse von Materie tritt in so einen Strudel ein, sagen wir einen menschlichen Körper, bleibt da eine Zeit lang, verändert sich und verlässt ihn dann in einen anderen, sagen wir in einen tierischen Körper diesmal, von dem sie ein paar Jahre später zu einem anderen Strudel, genannt Steinklumpen,  wechselt. Es ist ein dauernder Wechsel.[xix]

Die Prana ist die Lebenskraft in jedem Sein. Denken ist die feinste und höchste Bewegung der Prana[xx].

 Diese kleine Welle der Prana, die unsere eigene Energie darstellt, mental und physikalisch, ist die uns am nächsten liegende aller Wellen des unendlichen Ozeans von Prana. Wenn es uns gelingt, diese kleine Welle zu kontrollieren, dann allein können wir hoffen die ganze Prana zu kontrollieren.[xxi]

In den alten Upanishaden Indiens ist eines der wichtigsten Symbole für Brahman (die Allletzte Realität) Prana, das Lebensprinzip, dass das Universum und den individuellen Körper  durchdringt und erhält. „Prana ist wirklich Brahman“. Prana vai Brahman, sagt der Brihadaranyaka Upanishad.[xxii]

Prana, das Lebensprinzip im Individuum, ist auch das kosmische Prinzip der Energie. Die Upanishaden sprechen von der Identität vom Mikrokosmos und Makrokosmos: das manifestiert sich im Universum als Ganzen, mit all seinen Erscheinungen, findet sich als ganzen Ausdruck im Menschen genauso, wie auch im Kleinsten.

Ein anderes Symbol Brahmans ist Akasha, dessen Charakteristik Allgegenwart und Alldurchdringung ist. „Es ist Akasha aus dem all diese Wesen kommen und zu dem sie wieder zurückkehren. Akasha ist älter als sie; Akasha ist ihr letztes Ende,“ sagt die Chandogya Upanishad. [xxiii]

 Beide, Prana und Akasha Materie, sind nur Manifestationen oder Projektionen des Einen Unteilbaren Substrats, das die Vedanta als Absolutes Bewusstsein oder Absolute Existenz umschreibt. [xxiv]

 

DER HOLISTISCHE HINTERGRUND DER EXISTENZ

 Das morphische Feld oder das Energiefeld in einem lebenden Organismus arbeitet auf eine Weise, die grundsätzlich verschieden von einer üblichen mechanischen Funktion ist. Im Jahr 1890 entdeckte der Embryologe Hans Driesch, dass wenn die Hälfte eines jungen See-Urchin- Embryo zerstört wurde, die verbleibende Hälfte nicht als halbe See-urchin geboren wird; aber eine kleinere und komplette See-Urchin. Umgekehrt zeigte Driesch, dass wenn zwei junge Embryos künstlich vereint werden, wird es keine Doppel-Urchin, sondern eine einzige normale.[xxv] Die holistische Kapazität zu Regenerieren kann man bei lebenden Wesen sehen. Ein Wurm kann in kleine Stücke geschnitten werden, und jedes Teil - ein Kopf, ein Schwanz, ein Stück oder nur ein Scheibchen, kann wieder zu einem ganzen wurm heranwachsen. Im menschlichen Körper, wenn Teile der Leber entfernt werden, wächst und entwickelt sich das Lebergewebe zu einer ganzen Leber. Teile eines Baumes lassen ganze Bäume wachsen. Abgetrennte Nerven wachsen in Tieren wieder zu ganzen Nerven. Auch in einigen physikalischen Systemen wie Magneten, kommen, wenn ein Magnet in Zwei geschnitten wird, zwei kleinere, aber vollständige Magnete heraus. Auf einer holografischen Platte, wenn ein Teil vom Haupthologramm abgeschnitten wird, lässt dieses Teil das ganze Bild in Miniaturform entstehen.

Rupert Sheldrake schreibt: „Die Kapazität lebender Organismen zu Regenerieren ist tatsächlich eine der fundamentalsten Fähigkeiten lebender Organismen, und jede Lebenstheorie sollte diese versuchen zu erklären. ... Der Prozess der Regeneration enthüllt, dass in einem bestimmten Sinn der Organismus eine Ganzheit darstellt, die mehr ist als die Summe seiner Teile; Teile können entfernt werden und doch kann die Ganzheit wieder hergestellt werden.“[xxvi]

Dieses grundsätzlich holistische Muster hinter allen Systemen wurde das erste Mal von David Blohm vorgeschlagen. Bohms erfolgreiche Versuche 1972 mit Bells Theorem bestätigten die Tatsache, dass es eine sehr viel tiefere hinter allen Naturerscheinungen liegende Einheit gibt. Bohm schlug die Theorie der eingebundenen Ordnung vor, wo alle Dingen und Ereignissen in einer Ganzheit und Einheit sich entfalten. Die eingebundene Ordnung ist nicht in materiellen Systemen der Raumzeit enthalten, sondern die sich ausdrückende Ordnung der Raumzeit, der Materie und der Ereignisse entfalten sich aus dieser dahinterliegenden Ordnung. Jedes beschreibbare Ereignis, Objekt oder Entität der gewöhnlichen sich ausdrückenden Ordnung ist „eine Abstraktion von unbekannten und unidentivizierbaren fließenden Bewegungen.“ Dieses universelle Fliessen nennt Bohm Holo-Bewegung. „Diese Holo-Bewegung, die „lebensimanent“ ist, ist die Ursache von beiden, vom „Leben Selbst“ und von der „unbelebten“ Materie! Und diese Ursache ist, was primär, selbstexistent und universal ist. Die „Holo-Bewegung“ ist die Weise, wie die „eingebundene Ordnung“ arbeitet, und es ist ein ungebrochenes und unteilbares Ganzes.“[xxvii]

Diese „eingebundene Ordnung“ ist „primär“, „selbstexistent“, „universal“ und eine „unidentivizierbares Ganzes“. Dies ist die Ursache von „Leben selbst“ und „unbelebter Materie“, dessen Funktionieren in einem  „ungebrochenen und unteilbaren Ganzen“ fortfährt. Das ist das Selbst oder Brahman, das Substrat aller Dinge, „lebenden“ oder „unbelebten“, wie es die Upanishaden beschreiben.

Vivekananda erklärt den holistischen Hintergrund des Lebens und des Unbelebten so:

 Wenn wir nun Metaphysik studieren, erkennen wir, dass die Welt eins ist, nicht getrennt in spirituelle, materielle, mentale und Welt der Energien. Es ist alles eins, aber von verschiedenen Ebenen der Vorstellungen betrachtet. [xxviii] Was immer auch ist, es ist eins. Sagen wir, es ist eine sich abspulende Existenz, das dickere Ende ist hier, es spult sich ab und wird feiner und feiner. Das Feinste ist was wir Geist nennen, die gröbste der Körper. [xxix]

 Der Geist ist ein Teil des universellen Geistes. Jeder Geist ist mit jedem anderen Geist verbunden. Und jeder Geist, wo immer er auch ist, steht in Wirklichkeit mit der ganzen Welt in Verbindung.[xxx] Das Ende und das Ziel aller Wissenschaft ist die Einheit zu finden, die aus der die Mannigfaltigkeit des Seins gemacht wird, die eine, die als viele existiert.[xxxi]

 David Bohms Idee von der „eingebundenen Ordnung“ lässt die holistische Weltsicht des Vedanta erscheinen. Das „morphische Feld“, in einem speziellen Körper, von Sheldrake vorgeschlagen, ist mit einem universellen Feld verbunden, ähnlich wie bei David Bohm. „Mehr noch“, schreibt Bohm, „ist so ein Feld nirgends lokalisiert. ... Wenn die sich ausdrückende Ordnung in der eingebundenen Ordnung entfaltet, die keinen Raum beansprucht, könnten wir sagen, verschmelzen alle Orte und alle Zeiten, sodass, wenn etwas an einem Ort passiert, es einen anderen Ort damit durchdringt.“[xxxii]

 Heute bewegt sich die Wissenschaft langsam auf ein neues Paradigma zu. Was ist ein Paradigma? Thomas Kuhn erklärt die Bedeutung eines Paradigmas so: „Auf der einen Seite steht es für die gesamte Konstellation der Ansichten, Werte, Techniken und so weiter, getragen von der Mitgliedern einer Gemeinschaft. Auf der anderen Seite bezeichnet es eine Art von Elementen in dieser Konstellation, eine Teillösung des Puzzles, das, als Modell oder Beispiel, ausdrückliche Regeln als eine Grundlage für die Lösung der verbleibenden Puzzleteile normaler Wissenschaft einsetzt.“[xxxiii]  Ein neues Paradigma mag sich entwickeln aus einer plötzlichen Erleuchtung, einem Geistesblitz, oder einer „intuitiven Sprunges“,  wie Einstein sagte, zu einer gänzlich neuen Art des Denkens.

 Nach den Entdeckungen von J.C.Bose, David Bohm und anderen akzeptiert die dualistische und mechanische Wissenschaft des 19.Jahrhunderts teilweise das neue Paradigma der holistischen Wissenschaft, ein Paradigma, das sich stark in den Bereichen der Wissenschaften des 20.Jahrhunderts breit gemacht hat.

 

ANMERKUNGEN KAPITEL 1

[i]  Peter Tompkins Christopher Bard, The Secrets of Plants, Penguin Books, 1974, USA,  Seite 81-96

[ii] Quantum Questions, edited by Ken Wilber(shambala, New York, 1984) S.93

[iii]The Secret Life of Plants, S.8, S.33

[iv]Ebd. S.39

[v]Ebd. S.45

[vi]Ebd. S.181

[vii]Ebd. S.188

[viii]Ebd. S.183

[ix]Complete Works of Swami Vivekananda, (Mayavati Mem.Edit.)8.Bd.S.50

[x]The Secret Life of Plants, S.190

[xi]Ebd. S.300

[xii]Ebd. S.301

[xiii]Complet Works of Sw.Vivekananda, Bd.8, S.45

[xiv]Ebd., Bd2, S.13

[xv]The Secret Life of Plants, S.304

[xvi]Ebd. Kapitel 4

[xvii]Rupert Sheldrake, The Presence of the Past, Times Books, USA, S.119

[xviii]Complete Work of Sw.Vivekananda, Bd.1, S.147-148

[xix]Ebd. S.150-151

[xx]Ebd. S.50

[xxi]Ebd. S.149

[xxii]Brihadaranyaka Upanishad, (IV.,1.3)

[xxiii]Chandogya Upanishad, (I.9, 1)

[xxiv]Drg Drsy Viveka, (14)

[xxv]The Presence of the Past, S.79-80

[xxvi]Ebd. S.76

[xxvii]Ebd. S.304

[xxviii]Complete Works of Sw.Vivekananda, Bd.2, S.31

[xxix]Ebd. S.16

[xxx]Ebd. S.12-13

[xxxi]Ebd., Bd.1, S.133

[xxxii]The Presence of the Past, S.306

[xxxiii]Ebd., S.266