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  • Max Borns „Wahrscheinlichkeits-Wellen“ 
  • Quantenmechanische Durch-tunnelung
  • Endet Materie in Materie?
  • Materie und Feldenergie
  • Bewusstsein: die Grundlage von Akasha und Prana
  • Die Physik neigt sich zum Bewusstsein hinter der Materie
  • Die Schöpfung: gebrochene Symmetrie
  • Höheres Verständnis wird gebraucht
  • Schlussfolgerung

MATERIE UND BEWUSSTSEIN: EINE  NEUE  PERSPEKTIVE

 Wissenschaft stolpert heute durch den Druck seiner neuen Entdeckungen über folgende Fragen: steht Materie in irgendeiner Weise in Beziehung zum Bewusstsein? Steht hinter der so genannte Materie ein organisches Bewusstsein? Wenn dann so, wie? Solche Fragen führen Physiker zu einigen Schlussfolgerungen, die von mystischer Natur sind. Jeremy Bernstein, ein Teilchen-Physiker, befürchtet, dass solch Beziehung von Physik zu Mystik zu einer „Veralterung“ der physikalischen Wissenschaften führen könnte.1 Das ist das Letzte, das er tun würde, erklärte er. Trotzdem eröffnete uns die Physik seit 1920 diese neue Sicht.

 

MAX BORNS „WAHRSCHEINLICHKEITSWELLEN“

 Zwei Physiker, Louise de Broglie und Erwin Schrödinger, zeigten 1924/25, dass Elektronen wie Wellen aus Materie verhalten. Max Born ging weiter und erkannte, dass diese Elektronenwellen nichts mit der Art von Materialwellen wie die der Meereswellen gemeinsam haben. Er interpretierte statistisch, dass es Wellen der Wahrscheinlichkeit sind, Teilchen an einem bestimmten Ort zu finden.

 Was sind diese Wahrscheinlichkeitswellen? Sie sind völlig ungleich den Wahrscheinlichkeitsfunktionen, die wir aus der klassischen Physik kennen. Wenn ein Mann ein Haus mit einer Vordertüre und einer Hintertür hat und die Wahrscheinlichkeit das Haus täglich durch die Vordertüre zu verlassen P1 ist, und die Wahrscheinlichkeit das Haus täglich durch die Hintertür zu verlassen P2 ist, dann ist die Gesamtwahrscheinlichkeit das Haus täglich zu verlassen P1+P2. Aber diese einfache Addition der Wahrscheinlichkeiten ist für die Quantentheorie nicht wahr. „Wahrscheinlichkeiten in der Quantentheorie haben keine klassische Analogie, weil sie nicht einfach addiert werden können; sie sind nicht-linear“, schreibt Heinz Pagels.2 Was ist diese nicht-lineare Wahrscheinlichkeit? Diese Frage führt uns in eine komplizierte Welt. In einer populären Zeitschrift, die 1950 von der BBC gesponsert wurde, versuchte der Physiker Richard Feynman das Konzept der nicht-linearen, nicht-klassischen Wahrscheinlichkeit mit einem Set von drei Doppelspaltversuchen zu erklären.

A: Im ersten Versuch werden Kugeln aus einer definierten Quelle (Maschinengewehr) auf eine Wand mit zwei Löchern und einer Detektionswand dahinter geschossen.

 Wenn nun die Wahrscheinlichkeit der Kugeln, die durch Loch-1 fliegen B1 ist und die, die durch Loch-2 B2, dann ist die Gesamtwahrscheinlichkeit der Kugeln die durch die Löcher fliegen  und auf der Detektorenwand dahinter auftreffen B1+B2.

B: Im zweiten Versuch sind die abgefeuerten Objekte keine Kugeln, sondern Wasserwellen. Die Quelle ist ein Schaufelrad im Wasser, das Wellen bildet, die auf eine Wand mit zwei Löchern treffen. Für den Detektor dahinter verwendete Feynman einen Schirm aus Flaschenkorken. Die Anzahl der Sprünge, die ein Korken machte, zeigte die Anzahl der Wellen, die auf den Detektor treffen, an. Wenn wir das erste Loch verschließen erhalten wir die Wahrscheinlichkeit der Wellen, die durch das 2.Loch gehen mit W2. Wenn wir das zweite Loch verschließen erhalten wir die Wahrscheinlichkeit der Wellen die nur das 1.Loch gehen analog mit W1. Aber wenn beide Löcher offen sind ist das Bild gänzlich verschieden von dem Muster der Kugeln. Die Gesamtwahrscheinlichkeit der Wellen, die den Schirm mit der Öffnung beider Löcher erreichen, ist nicht die einfache Summe wie B1+B2. W1+W2 ist eine „strange number“(verrückte Angelegenheit). In diesem Versuch stören die Wellen vom Loch-1 die Wellen, die von Loch-2 kommen.  Dieser Akt des „Einmischens“ (der „Interferenz) passiert nur, wenn sich etwas als Welle  und nicht als Teilchen fortbewegt. Kugeln haben offensichtlich keine Interferenz wie Wellen. Und wegen der Interferenz einiger Wellen mit einigen anderen Wellen, heben sie sich entweder gegenseitig auf oder verstärken sich. In Anlehnung an das Super-Positions-Prinzip interferieren Wellen entweder destruktiv oder konstruktiv. Als ein Ergebnis dieser Interferenz kann die Gesamtwahrscheinlichkeit der Wellen, die durch beide Löcher gehen, entweder größer B1+B2 oder kleiner als B1+B2 des Kugelmusters sein.

C: Im dritten Versuch nach Feynmans Anordnung werden Elektronen statt Kugeln von einem gleichen Punkt abgefeuert. Die Quelle ist diesmal eine heiße (engl.)tungsten Filament, das Elektronen abschießt. Diesmal ist die Barriere ein dünnes Metall mit zwei Löchern und der Schirm ist ein Elektronendetektor. Einsteins Theorie des photoelektrischen Effektes besagt nun, dass Elektronen sich wie Teilchen bewegen.Elektronen verhalten sich wie Teilchen und ihre Ladung, ihre Masse und ihr Spin (Drehimpuls) kann gemessen werden; auch hinterlassen sie Spuren in einer Wilson-Nebelkammer. In Feynmans dritten Versuch wurden Elektronen wie Teilchen abgefeuert (ebenso exakt wie die Kugeln des 1.Versuchs) und auch so wieder gefunden wie Teilchen auf dem Detektorschirm. Der Sache nach sollte die Wahrscheinlichkeitsverteilung der Elektronen auf dem Detektorschirm die gleiche sein wie die Wahrscheinlichkeitsverteilung B1+B2 der vom Maschinengewehr gefeuerten Kugeln, also E1+E2. Aber sie ist es nicht! Im Gegenteil, die Verteilung der Elektronen ist wie bei Wasserwellen - W1+W2.3  Was passierte mit den Elektronen? Sind sie nicht als Teilchen von der Quelle gestartet? Ja, sie taten es. Trafen sie nicht den Detektorschirm als Teilchen? Ja, sie taten es. In beiden Fällen starteten sie von der Quelle und trafen am Ziel an als Teilchen. Aber? Und dieses „aber“ ist das „sonderbarste“ Ding der Quanten-Welt. Zwischen der Quelle und dem Ziel aber verhalten und bewegen sie sich wie Wellen. (Mit dem Elektronen-Diffraktionsversuch hatte schon Broglie gezeigt, dass Elektronen sich auch wie Wellen bewegen.) Dazwischen bewegen sich diese Elektronen wie Wellen und sie interferieren miteinander wie Wellen, so dass sie entweder die Intensität der Elektronenwellen aufheben oder vergrößern. Wenn wir die Elektronen entweder an der Quelle oder am Ziel betrachten verhalten sie sich wie Teilchen; aber wenn wir versuchen sie beim Durchgang zu beobachten, können wir diese Bewegung einfach nicht sehen. Das ist warum Einstein gerne die subatomaren Erscheinungen mit den inneren Bewegungen einer Uhr verglich, die nicht geöffnet werden kann.

Verhalten sich Elektronen wie schwänzende Kinder, die sich dem süßen Nichtstun hingeben, wenn ihre Mutter ihre Bewegungen nicht beobachtet? Ein Kind verhält sich frei gemäß seiner Entscheidung, weil es eine bewusste und organische Persönlichkeit ist, und kein totes unsensibles Objekt. Wer gab den Elektronen diese Freiheit, die allein und vornehmlich für bewusste und lebende Wesen vorbehalten ist?

 „Das ist ziemlich verrückt“, schreibt Pagels,4 „und keine gewöhnliche Vorstellung von Objektivität kann sich daran gewöhnen.“ Das ist etwas sehr Verschiedenes von der klassischen Wahrscheinlichkeit. Die „Wahrscheinlichkeitswellen“, wie Niels Bohr und zwei seiner Kollegen H.A.Kramers und John Slater vorschlagen, die auch auf die Quantenphänomene Max Borns angewendet werden, waren eine gänzlich neue Vorstellung. Heisenberg erklärt diese neue Wahrscheinlichkeit folgend: „Es bedeutete eine Tendenz für etwas. Es war eine quantitative Version des alten Konzepts der ´Potentia´ in der aristotelischen Philosophie. Es führte etwas ein, das in der Mitte zwischen der Vorstellung von einem Ereignis und dem aktuellen Ereignis steht, eine seltsame Art von physikalischer Realität, gerade in der Mitte zwischen Möglichkeit und Realität.“5

 Das neue Konzept der „Wahrscheinlichkeitswellen“ bestätigte die grundsätzliche Unvorherbestimmbarkeit und die Sonderbarkeit (weirdness = Verrücktheit, Unheimlichkeit, d.Ü.) der subatomaren Welt. Dies stellt eine Sonderbarkeit dar, die zu der Vorstellung führt, dass Materie bewusst sei! „Physiker finden sich mit Energie handelnd“, schreibt Gary Zukav in seinem berühmten Buch, The Dancing Wu Li Masters, „die irgendwie Informationen besitzt (die sie organisch macht), und sich unerklärlicherweise in Mustern (Wellen) darstellt. Kurz, Physiker finden sich wieder, wie sie mit Wu Li Muster organischer Energie umgehen.“6

   

DAS QUANTENMECHANISCHE TUNNELN

 Im Praktischen wurde Borns Konzept der Wahrscheinlichkeitswellen auf ein Teilphänomen angewandt, das als „Quantenmechanisches Tunneln“ bekannt ist. Das ist eines der merkwürdigsten Erscheinungen der heutigen Physik. Subatomare oder atomare Teilchen können gut eine feste Barriere, sagen wir eine Granitwand oder Hügel, durchdringen; wobei es ein Geschoss oder ein Baseball nicht können. Dieses bahnlose (pathless) tunneln der Quantenteilchen durch feste, solide Barrieren wurde auf der Basis des Verhaltens der „Wahrscheinlichkeitswelle“ erklärt.

 Lass uns annehmen, dass ein bestimmtes Elektron anfängt eine riesige Granitwand zu tunneln. Schrödingers Wellengleichung zeigt, dass die Wellennatur der Elektronen vor der Barriere ein bisschen von der Welle außerhalb der Barriere verloren hat. Das schließt ein, dass das Elektron eine bestimmte Wahrscheinlichkeit hat außerhalb der Barriere zu sein, wie ein Pferd, das über einen Barren steigt, oder ein Vogel, der über eine hohe Wand fliegt. Und das ist was als „Quantenmechanisches Tunneln“ durch eine feste, solide Barriere bekannt ist.7

 Technologien und angewandte Physik haben diesen Prozess in vielen praktischen Geräten wie Transistoren, Tunneldioden und anderen elektronischen Bauteilen benutzt, eingeschlossen die Digitaluhr an unserer Hand. Er hat auch die Phänomene der nuklearen Radioaktivität erklärt, in der der atomare Nukleus spontan Teilchen aussendet. Der Nukleus agiert eigentlich als Barriere für die Teilchen, die er aussendet. Jedoch gibt es immer eine kleine Wahrscheinlichkeit, dass ein Teilchen im Stil von Max Borns Wahrscheinlichkeitswelle die starke Nuklearbarriere tunnelt und entflieht. Dieses plötzliche Entfliehen   eines subatomaren Teilchens durch die nukleare Barriere ist bekannt als Radioaktivität.

 Physiker spekulieren heute um dieses merkwürdige, unbeschreibliche und fast bewusste oder organische Verhalten der Quantenteilchen. Ein langer Eisenbahnzug kann sich nur entlang seiner Schienen bewegen, aber ein Wurm, der auf dem Gleis kriecht hat die Entscheidungsmöglichkeit, Ausdauer, Kraft und Willensfreiheit den eigenen Kurs zu vom Gleis hinunter zu bestimmen und sein Leben zu erhalten. Wie ist das möglich? Weil er eine bewusste Persönlichkeit ist. Sollten wir annehmen, dass Elektronen auch ein Verhalten eines organischen Bewusstseins haben? Schließlich, statt dieser Annahme, beweist es der Quantenmechanische Prozess.

 Die Theorie der „Wahrscheinlichkeitswelle“ hat auch neue Fragen über das merkwürdige Verhalten von Lichtteilchen, oder auch Photonen genannt, auftauchen lassen. Vor langer Zeit, 1803, machte der Physiker Thomas Young den berühmten Doppelspaltversuch des Lichts. In diesem Versuch passierten Lichtstrahlen zwei Löcher, interferierten miteinander (als Wellen) und bildeten wechselnde Bänder von Weiß und Schwarz. Das Experiment bestätige die Bewegung des Lichts als Welle. Jedoch zum Wechsel dieses Jahrhunderts zeigte Max Planks Theoretisieren mit der Strahlung schwarzer Körper und Einsteins Versuch mit dem photoelektrischen Effekt, dass Licht sich auch als Teilchen, bekannt als Photon, bewegt.

 Wenn heute Physiker versuchen, das Ergebnis Youngs Doppelspaltversuch zu erklären und überzeugt sind, dass Licht sich als Teilchenstrom verhält, sind sie mit einem ähnlichen Problem konfrontiert! Photonen verhalten sich unberechenbar wie die „bewussten“ Elektronen des Feynman Doppellochversuchs. Wo liegt genau das Problem? Feynmans dritter Doppelschlitzversuch, als er mit Photonen (Lichtteilchen) experimentierte, gab das gleiche Ergebnis. Die Photonen, die ins erste Loch gehen, wenn das zweite verschlossen ist, gehen nicht durch das gleiche erste Loch, wenn das zweite offen ist. Warum verhalten sich die Photonen so, wenn beide Löcher offen sind? Wie wissen sie wann sie hindurchgehen und wann nicht?

 Henry Stapp, einer der führenden amerikanischen Physiker heute, schreibt über diese mysteriösen Verhaltensweisen der Photonen: „Das zentrale Mysterium der Quantentheorie ist, wie Information so schnell herumgeht. Wie weiß das Teilchen (Photon), dass es zwei Schlitze gibt?“8

 Ein anderer Physiker E.H.Walker spekuliert öffentlich darüber, ob Photonen bewusst seien. Übereinstimmend mit ihm, „sollte Bewusstsein mit allen Quantenmechanischen Prozessen assoziiert werden. ... das Universum ist von einer nahe unbegrenzten Anzahl ziemlich besonnener, bewusster und gewöhnlich nicht-denkender Einheiten bevölkert, die für das detaillierte Arbeiten des Universums verantwortlich sind.“9

 Der Physiker Jack Sarfatti schreibt: „Ich habe im Verdacht, dass die allgemeine Relativitätstheorie und die Quantentheorie zwei sich ergänzende Ansichten einer tieferen Theorie sind, die eine Art von kosmischem Bewusstsein als Schlüsselkonzept einschließt.“10 Dieses „kosmische Bewusstsein“, oder das mahat der indischen Sankhya Philosophie, ist der Ausgangspunkt für die Erschaffung der Einheiten. Wheelers Konzept des Superraumes (Hyperraumes, Anm.d.Ü.) und Jack Srafattis Eigeninterpretation der Vereinheitlichungstheorie kommentierend schreibt Michael Talbot in seinem Buch Mystik und Neue Physik: „Geist und Materie sind verschiedene Vibrationen oder Wellenkräuselungen im selben Teich.“ Er denkt auch, dass „das Feld, das Bewusstsein (mind) regiert und jenes, das die Materie regiert ein Teil eines Kontinuums sind, ein Spektrum von Feldern innerhalb von Feldern.“11

 Physiker haben fast die Welt des Vedanta betreten. Von der Vorstellung vom Licht, das  sich im Äther bewegt,  bis zum Konzept bewusster Photonen bedeutet einen gewaltigen Durchbruch der Physik. Es ist ein Schritt hin zur vedischen Sicht der Welt - „Alles was existiert ist Brahman (Existenz-Wissen-Seeligkeit Absolute).“ Und dieses Absolute liegt hinter allen sensitiver Wahrnehmungen.  Die moderne Physik zeigt wiederholt, dass die sensitive Wahrnehmung beim Einstieg in die Tiefen der Materie versagt. Niemand hat je ein Elektron gesehen, geschweige zwei, sagte Schrödinger. Physiker, die verweigerten nicht sensorische Daten als Beweis von etwas Existenten zu akzeptieren, wurden gezwungen die Gegenwart der subatomaren Realität zu akzeptieren, die absolut hinter jeder Wahrnehmung durch Sinne ist. Der Empirist March hat nie Atome akzeptiert, weil er nie welche gesehen hat. Aber die Begrenzung der sensitiven Wahrnehmung wurde bald zu einer unwiderlegbaren Tatsache.

  

ENDET MATERIE IN MATERIE?

 Einige der Physiker heute versuchen den materiellen Rockzipfel(kleinsten Teil) der Materie zu ergreifen. Hinter der so genannte Masse der Materie entdeckten die Physiker die Moleküle; hinter den Molekülen Atome; hinter den Atomen Elektronen, die sich um einen Nukleus (Atomkern) bewegen. Als das Elektron unbekannterweise schließlich durch irgendeinen Versuch gefunden wurde (gemäß Heisenbergs Unschärfeprinzips), wendeten sich die Physiker dem Nukleus zu. Der Atomkern wurde gespalten. Im Atomkern fanden sie Protonen, Neutronen, Mesonen, Leptonen, Hadronen und hunderte von subatomaren Teilchen, die nur eine oder zwei Sekunden hoch minus 23 (1/sek ²³) leben. Die Suche geht weiter. Bald fand man, dass diese subatomaren Teilchen in Wirklichkeit keine Teilchen, sondern Objekte oder Ereignisse in verschiedenen Prozessen subatomarer Erscheinungen sind, erklärte es Fritjof Capra.12 Dennoch machten die Wissenschaftler beharrlich weiter. Heute stellen sich einige von ihnen vor, dass die Hadronen des Atomkerns aus sechs Typen von „Quarks“, oben, unten, seitlich usw. bestehen. Und alle „Quarks“ sind dauernd eingeschlossen im Innern der Hadronen. Um mit dieser hypothetischen Quarktheorie zu Recht zukommen, haben sie eben eine neue Forschungsrichtung der Physik entwickelt, bekannt als Quanten-Chromodynamik. Aber der wirklichen Natur der Quarks weichen die Physiker heute aus.

Der Suche nach den Quarks wurde ein Strich durch die Rechnung gemacht, als die Quarktheorie  einige grundsätzliche Fragen aufwarf.13

 Sind die Quarks der Rockzipfel der Materie (deren kleinster Teil)? Keiner weiß es. „Seit Quarks scheinbar im Inneren der Hadronen dauerhaft eingeschlossen sind, kann man da noch davon sprechen, dass sie Teile haben?“, fragt Pagels. Und Nobelpreis-Physiker Sheldon Glashaw schreibt:

 „Wenn diese Erklärung des Einschlusses der Quarks richtig ist, dann suggeriert es generös die Beendigung des derzeitig unbegrenzten Weiterschreitens in immer feinere Strukturen der Materie. Atome werden in Elektronen und Atomkern analysiert, Kerne in Protonen und Neutronen, und Protonen und Neutronen in Quarks, aber die Theorie der Eingeschlossenen Quarks suggeriert, dass die Theorie hier anhält. Es ist schwer vorzustellen, wie ein Teilchen eine interne Struktur haben soll, wenn das Teilchen nie erschaffen werden kann.“14

 

MATERIE UND DAS ENERGIEFELD

 „Vor dem Auftauchen der Quantentheorie dachten die Physiker von den Teilchen und Feldern als  verschiedene Erscheinungen. Das Elektron und das Proton, zum Beispiel, die das Wasserstoffatom bilden, werden als Teilchen verstanden, die durch das elektrische Feld der wechselseitigen Anziehung verbunden werden. Teilchen werden als unempfänglich und ewig betrachtet“, schreibt Pagels.15 Wie es Nobelpreis-Physiker Steven Weinberg erfasste als „Materialteilchen wie Elektronen und Protonen denkt man sich als ewig ... Auf der anderen Seite  nimmt man von den Photonen an,  nur eine Manifestation einer dahinterliegenden Realität zu sein,  das quantifizierte elektromagnetische Feld, und kann frei geschaffen und zerstört werden“.16 Aber die Vereinheitlichung von Feld und Materie kam bald. Weinberg fährt fort:

 Diese wichtigen Schritte wurden von Jordan and Eugene Winger mit ihren Schriften von 1928, und von Heisenberg und Pauli mit ihren ausführlichen Schriften von 1929-30 mit diesem Thema vorgenommen. Materialteilchen stellten sich nur als Energiepackete dar, als die Quanta verschiedener Felder. Auf diese Weise wurden die Einwohner des Universums als ein Set von Feldern vorgestellt - ein Elektronfeld, ein Protonfeld, ein elektromagnetisches Feld - und Teilchen werden reduziert auf bloße Epi-Phänomene. In seinen Grundzügen überlebte dieser Punkt der  Betrachtung bis zum heutigen Tag und bildete das zentrale Dogma der Quantenfeldtheorie: Die essentielle Wirklichkeit ist ein Set von Feldern, die von den Gesetzen der speziellen Relativität und der Quantenmechanik abhängen; alles andere ist abgeleitet in Folge der Quantenmechanik dieser Felder.17

 Fast ein drei-viertel Jahrhundert früher hatte Vivekananda diese Vorstellung vorweggenommen als er 1895 in London sagte, „... Es ist möglich darzustellen, dass was wir als Materie benennen letztlich gar nicht existiert. Es ist nur ein bestimmter Zustand der Kraft. Solidität, Härte oder ein anderer Zustand der Materie stellt sich als das Ergebnis von Bewegung heraus.“18

 Materie ist wie „Quanten-Schaum“, sagt der heute berühmte amerikanische Physiker John F.Wheeler. Was ist Quantenschaum? Materie fließt wie „Schaum“ aus „Quanten von Energie“ auf der Oberfläche eines darunter liegenden Ozeans aus kosmischer Energie, aus der alle fünf Arten der Energie entstanden sind. „Wheelers angenommene Bild des Raumes“, schreibt Talbot, „zusammengesetzt aus mikroskopischen Schaumbläschen, kann man sich als Schaumteppich vorstellen.“19 Der Physiker Jack Sarfatti schreibt, „Materie ist nichts weiter als mit Schwerkraft eingefangenes Licht ... Das turbulente Meer des Raumes von Wheelers geometrodynamischen Quanten ist einfach das Einfangen und Befreien von Protonen und Neutronen in einem andauernden Prozess. Auf dieser ersten Ebene ist es unmöglich zwischen Licht, Materie und leerem Raum zu unterscheiden.“20

 Deshalb fließt Materie wie Schaum auf der Oberfläche eines unendlichen Energiemeeres, das offensichtlich der Ausdruck eines dahinter liegenden Bewusstseins ist. Während wir über Physik diskutierten haben wir die Vorstellung der Vedanta erreicht, die sich in der indischen Vedanta-Abhandlung Drg Drsya Viveka folgend ausdrückt:

 „Die Schöpfung ist eine Erscheinung von Name und Form auf dem unendlichen Brahman, das der Natur nach Absolute Existenz-Bewusstsein-Seligkeit ist, wie Schaum auf der Oberfläche eines Meeres.“21

 Also ist hinter aller Materie nur ein „quantisiertes Energiefeld, das frei geschaffen und zerstört werden kann“. Es ist Shivas fortlaufender Tanz, wie es Fritjof Capra in seinem Buch The Tao of Physics beschrieben hat.

 

BEWUSSTSEIN: DIE GRUNDLAGE VON AKASHA UND PRANA

 Energie (Shakti) und Bewusstsein (Chit) sind eins: das ist die grundsätzliche Entdeckung der Vedanta. Shri Ramakrishna fragt: Kannst du eine Schlange von ihrer schlängelnden Bewegung trennen? Kannst du Wellen von der Oberfläche des Meeres trennen? Kannst du das Feuer von seiner Brennkraft trennen? Du kannst es nicht. Noch kannst du Brahman von Shakti trennen, schließt Shri Ramakrishna.

 Vivekananda kommt auf einem anderen Weg zu gleichem Schluss: Kann es einen Willen geben, wenn es kein Bewusstsein gibt? Der deutsche Philosoph Schopenhauer (1788-1860) versuchte die Vorherrschaft des Willens zu etablieren und machte das Bewusstsein als dessen Nachfolger. Vivekanada bezeichnete das Schopenhauersche Konzept als „blinden Willen“ und zeigte die Vorherrschaft des Bewusstseins auf. Energie ist der Ausdruck des Willens und Wille kommt nur, wenn ein Bewusstsein dahinter steht. Hören wir Vivekananda zu und erkennen, dass  seine Worte und Vorstellungen grundsätzlich nicht verschieden von denen wie folgt von Steven Steinbergs sind:

 „Das ganze Universum ist ein Meer aus Materie, und du bist der Name eines kleinen Teilchens und ich eines anderen, und die Sonnen eines wieder anderen. Wir wissen, dass diese Materie sich andauernd verändert. Was eines Tages die Sonne bildet, könnte am nächsten Tag die Materie deines Körpers formen.22

 „Aus der großen Masse der Materie nennt man einen Punkt davon Mond, einen anderen Sonne, einen anderen einen Mensch, einen anderen die Erde, einen anderen eine Pflanze, einen anderen ein Mineral. Keiner davon ist konstant, alles verändert sich, ewig bildet und löst sich Materie. Genauso ist es mit Geist und Gedanken. Materie repräsentiert sich durch den Äther; ist die Bewegung von Prana sehr subtil, repräsentiert dieser Äther in einem feineren Schwingungszustand den Geist und es bleibt dabei eine ungeteilte Menge. Wenn du diese subtile Schwingung erreichst, wirst du sehen und fühlen, dass das ganze Weltall aus diesen subtilen Schwingungen komponiert ist.23

 „Es gibt die Einheit der Kraft, Prana; es gibt die Einheit der Materie, Akasha genannt. Gibt es zwischen beiden  wiederum eine Einheit? Können beide in eins verschmelzen? Unsere moderne Wissenschaft ist hier taub, es hat noch keinen Weg dahin gefunden. Und wenn sie dahin geht, so wie sie langsam das gleiche alte Prana und das uralte Akasha gefunden hat, wird sie auf den gleichen Wegen bewegen.

 „Die nächste Einheit ist das allgegenwärtige unpersönliche Sein, bekannt durch den alten mythologischen Namen Brahma, (nicht zu verwechseln mit Brahman, das unpersönlich Absolute der Vedanta) ... und psychologisch Mahat genannt. Das ist, wo beide zusammen sind.24

 Geist, Intelligenz, Wille und alles andere ist verbunden. Aber sie reflektieren alle das sinnhafte. Das „Chit“ (Bewusstsein) eines Wesens ist hinter all diesem, das die Sanhya-Philosophen Purusha nannten ... Man sagt, dass der Wille des Herrn das Weltall geschaffen hat. Das ist sehr gut als allgemeine Aussage, aber wie wir sehen nicht wahr. Wie kann es Willen sein?  Der Wille ist die vierte Manifestation in der Natur. Viele Dinge existieren davor, und was schuf sie? ... Es (Purusha) ist weder Intelligenz noch Wille, aber es ist die Ursache von all diesen. Es ist seine (Purusha´s) Gegenwart, die sie alle in Bewegung setzt und miteinander kombinieren läßt.25

 „Aber jede Evolution muss mit der exakteren Wissenschaft der Physik in Einklang gebracht werden, die zeigen kann, dass jeder Evolution eine Involution voraus gehen muss. Wenn dem so ist, geht der Evolution der Vasana oder des Willens die Involution des Mahat oder des kosmischen Bewusstseins voraus.“

 

BEWUSSTSEIN ODER MAHAT

                          

 

 

               
 unter-bewusst     bewusst     über-bewusst      
               
  unbewusster Wille    bewusste Willenskraft                    überbewusster Wille      

 

 

 Es gibt kein Wollen ohne Wissen. Wie können wir etwas wünschen ohne das Objekt des Wunsches zu kennen? 26

 Es gibt aber nur Eins, vom Unwissenden als Materie gesehen, vom Weisen als Gott. Und die Geschichte der Zivilisation ist das fortschreitende erkennen des Geistes in der Materie. Der Unwissende sieht die Person in der Nicht-Person. Die Sagen sehen die Nicht-Person in der Person.27

 

PHYSIK WENDET SICH DEM BEWUSSTSEIN HINTER DER MATERIE ZU

 Die heutigen Physiker realisieren langsam die Wahrheit der alten vedischen Konzepte von Akasha (Materie), Prana (Kraft) und Mahat (kosmisches Bewusstsein). Michael Talbot schreibt: „Im Ergebnis ist die Theorie von Akasha identisch mit Wheelers Quanten-Schaum.“28  Er fährt fort, „Alle Dinge sind miteinander verbunden. Die Unterstützung durch George Berkeley und Alfred North Whitehead, dass Bewusstsein und die physikalische Welt verbunden sind, vertiefen die Bedeutung im Sinne Wheelers.“29 Letztlich akzeptiert Talbot die Vorstellung der Upanishaden die Einheit von Materie und Bewusstsein zu erklären. „Materie ist verdichtete Energie, aber es ist die verdichtete Energie von Chit oder Bewusstsein selbst. Wie es in den Mundaka Upanishaden steht, „Bewusstsein (Brahaman oder die ungeteilte Letzte Realität) materialisiert sich durch Energetisierung; dadurch entsteht Materie und aus Materie Leben und Geist und die Welten.“30 Schließlich fasst Talbot diese Rückführung der Materie auf Bewusstsein zusammen:

 „Sehr wichtig ist, dass die neue Physik uns eine wissenschaftliche Grundlage für Religion  anbietet. Das ist einmalig in der Geschichte der westlichen Zivilisation und ihre Auswirkungen werden sicher in allen Aspekten des Lebens gefühlt werden. Aber ein Wort der Vorsicht: die von der neuen Physik angebotene Religion ist keine Religion der Werte oder Prinzipien. Es bietet uns keine strenge Grenze zwischen Himmel und Hölle. Es ist eine Religion, die auf der Psychologie des menschlichen Bewusstseins basiert, auf der Psychologie eines unendlichen Alls mit einer bewussten Kraft, sich selbst bewegend. In dieser neuen Religion finden wir nicht die Spielregeln, die so lange von Philosophen und Theologen erdacht waren. Was wir finden werden ist ein Gleiten in uns selbst, ein bisschen kosmisches Verstecken-und-Suchen durch das wir herausfinden, dass solche Regeln eben nicht gefunden werden können. Wir machen die Regeln. Wir spielen das Spiel.“31

 „Die Aufgabe der neuen Physiker heute ist,“ sagt Talbot, „das Spiel an sich zu untersuchen  - die neue Kosmologie, die von der Konvergenz der Mystik und der neuen Physik vorgeschlagen wird.“32

 Ken Wilber diskutiert detailliert in seinem Buch Quantum Questions die fünf Koshas oder Hüllen der menschlichen Persönlichkeit, die zum ersten Mal tausende von Jahren früher in den Taittiriya Upanishaden erwähnt wurden. An die Upanishaden angelehnt besteht die menschliche Persönlichkeit aus fünf Schichten oder Hüllen, die das innere Selbst oder Atman umgeben.  Diese fünf Hüllen sind: (1) der physische Körper (annamaya kosha), (2) der vitale Körper (pranamaya kosha), (3) der geistige Körper (manomaya kosha), (4) der intellektuelle Körper (vijnanamaya kosha), (5) der selige Körper (anandamaya kosha).33 Hinter allen fünf Ebenen unseres Daseins liegt das eine reine, inhaltslose, selbst-leuchtende Atman (Selbst). Für Ken Wilber steht jede Ebene unseres Körpers mit einer unseres Wissens in Verbindung:

Physischer Körper: Materie - Physik

Vitaler Körper: Leben oder Atem oder Prana - Biologie

Geistiger Körper: Denken - Psychologie

Intellektueller Körper: Seele - Theologie

Seliger oder spiritueller Körper: Geist - Mystik 34

 Unbelebte Objekte, wie Steine und Felsen, die sich nicht vermehren, stellen die untere Ebene oder die äußere Hülle, den physikalischen Körper, dar. In einfachen Organismen, wie Pflanzen und Tiere, finden wir die Manifestation des vitalen und des physikalischen Körpers. Der Mensch, das höchste aller lebenden Wesen, manifestiert oder kann manifestieren die Kraft aller verschiedenen Ebenen des Daseins. „Die höchste Ebene verletzt nicht die Prinzipien der unteren. Es ist einfach nicht ausschließlich verbunden oder durch sie erklärt.“, schreibt Ken Wilber. Wilber fasst zusammen:

 „Die höheren transzendieren, aber beinhalten die unteren und nicht umgekehrt. Also transzendiert Leben, aber beinhaltet die Materie; der Verstand transzendiert, aber beinhaltet Leben; die Seele transzendiert, aber beinhaltet den Verstand und der Geist transzendiert und beinhaltet die Seele. An diesem Punkt, angenähert an Unendlich, haben wir jedoch eine paradoxe Grenze erreicht; Geist transzendiert alles und beinhaltet alles. Oder traditionell ausgedrückt, der Geist ist beides, gänzlich transzendent zur Welt und gänzlich enthalten in der Welt - und das ist das notorischste (und unvorstellbarste) Paradoxon des Geistes.“35

 Atman manifestiert  aber und transzendiert durch alles.

 

DIE SCHÖPFUNG: GEBROCHENE SYMMETRIE

 Einige Physiker studieren heute die Schöpfung als Ausdruck einer gebrochenen Symmetrie vom Standpunkt einer ungebrochenen und perfekten Symmetrie am Anfang der Schöpfung. Heinz Pagels schreibt: „Von seinem Anfang bis zur Gegenwart kann das Universum als eine Hierarchie von fortschreitend gebrochenen Symmetrien betrachtet werden - einer Übertragung von einer einfachen Symmetrie am Anfang der Zeit zu einer Komplexität gebrochener Symmetrien, wie wir sie heute sehen.“36

Seit die Eine Substanz da ist, die sich als die verschiedenen Ebenen der Realität manifestiert hat, sind Geist und Materie aus der gleichen Substanz geschaffen. Vivekananda folgert daraus:

 „Geist ist auf einer unteren Ebene von Schwingung das, was als Materie bekannt ist. Materie ist auf einer hohen Ebene von Schwingung, was als Geist bekannt ist. Beide sind die gleiche Substanz.“37

 Vivekanandas Interpretation der Vendata nahm diese Vorstellung der einen perfekten Symmetrie, die in unperfekte Symmetrien des Universums zerbrochen ist, vorweg.

 „Die Natur (in ihrer ursprünglichen form) ist homogen (ein Zustand perfekter Symmetrie). Differenzierung ist in der Manifestation. Das Sanskritwort für Natur ist Prakriti, (das Unterschiedliche, der Zusammenbruch der Symmetrie) und bedeutet zunehmende Verschiedenheit (pra = verschieden, kriti = Schöpfung). Alles ist eine Substanz, aber es manifestiert sich unterschiedlich.“38

 Diese ist nach der Vedanta eine Substanz, das Akhanda Chit (Das ungebrochene undifferenzierte Bewusstsein).

 

EIN HÖHERES VERSTÄNDNIS WIRD GEBRAUCHT

 Nobelpreis-Physiker Eugene Wigner heißt diese Annäherung von Physik und Mystik lediglich als ein „höheres Verständnis“ willkommen. Er bemerkte 1964, „dass es mehrere Zeichen gäbe ..., dass ein profunderes Verständnis von Beobachtung und Nachdenken einen nicht zu entfernten Schritt darstellt.“ Er fährt fort: „Ohne weiteres sollte es der nächste entscheidende Durchbruch zu einem größeren integrativen Verständnis der Welt sein, nach dem wir physikalische Erscheinungen und Erscheinungen des Geistes nicht so behandeln sollten, dass wir die Werkzeuge, die wir bei der Überlegung des einen Problems benutzen nicht beim Nachdenken über das andere vergessen.“

 Das diese „höhere Integration“ zu dieser Zeit (1964) noch nicht angenommen werden konnte, bezog Wigner auf die Tatsache, dass „die Psychologie noch nicht bereit ist, Konzepte und Idealvorstellungen dieser Genauigkeit anzunehmen, wie es in Mathematik und Physik erwartet wird!39

 Vivekananda sprach  im Laufe seiner Lesungen in Europa und Amerika fast einhundert Jahre früher (1895-1896) über die unangemessene westliche Psychologie:

 „Im Westen betrachtet man die Kräfte des Geistes, speziell die ungewöhnlichen Kräfte, als beruhten sie auf Hexenkräfte und Mystik. ... Physiker beobachten ziemlich das gleiche auf der Welt, sie widersprechen sich nicht in den hauptsächlichen Tatsachen, noch in den Ergebnissen, die natürlich diesen Tatsachen folgen. Das, weil die Daten der physikalischen Wissenschaft von allen beobachtet werden und universell bekannt sind, und die Ergebnisse sind logische Folgerungen, die auf den universellen und bekannten Tatsachen basieren. Im Reich des Geistes ist das anders. Da gibt es keine Daten, keine Tatsachen, die von physikalischen Sinnen beobachtet werden, und kein universell bekanntes Material, mit dem man ein psychologisches System mit gleichen Erfahrungen des Seins von allen die den Geist studieren aufbaut.

 ... Psychologie ist die Wissenschaft der Wissenschaft; aber im Westen ist sie auf der gleichen Ebene wie alle anderen Wissenschaften angesiedelt; das ist, mit dem gleichen Maßstab beurteilt, gebräuchlich.“40

  

SCHLUSSFOLGERUNG

 B. W. Wolman schreibt in seinem monumentalen Handbook of Parapsychology:

 „Es passiert jedoch, dass das „Zahlen-System“ der östlichen mystischen Philosophie, speziell der Upanishaden (mit einigen Verbindungen mit westlicher Psychologie und direkten mystischen Zeugnissen), ein so präzise Grundlage so nahe mit den Formulierungen der Quantentheorie ausbreitet, dass es offensichtlich eine Einladung ist, die beiden (Materie und Bewusstsein) als Aspekte eines „integrierten“ Verständnisses der Welt darzustellen.“41

 Die Physik ging einen langen Weg. Die Unterscheidung zwischen Materie und Bewusstsein ist heute nicht nur nicht starr, sondern steht auch kurz vor ihrem Untergang! Nichola Tesla, der hervorragendste Physiker des 19.Jahrhunderts in Amerika, der in nahen Kontakt mit Vivekananda kam und von dessen Vorstellungen über Akasha und Prana beeindruckt war, sagte voraus: „Der Tag, an dem die Wissenschaft nicht-physikalische Erscheinungen zu studieren beginnt, wird in einem Jahrzehnt mehr Fortschritt bringen als in all den Jahrhunderten ihrer Existenz davor.“42 Diese Vorhersage wurde wahr und dieses Jahrzehnt klopft an unsere Tür.

 
ANMERKUNGEN KAPITEL 2

1 Quantum Questions, Ken Wilber (New York: Shambhala, 1984), Vorwort

2 Heinz Pagels, The Cosmic Code (New York: Bantam New Age Book, 1983)S.115

3Ebd. S.115-116

4Ebd. S.122

5 Gary Zukov, The Dancing Wu Li Masters, NY William Morrow, 1979, S.90

6 Ebd. S.90

7 Pagels, Cosmic Code, S.123

8 Gary Zukov, The Dancing Wu Li Masters, S.87

9 Ebd. S.88

10 Michael Talbot, Mysticism & New Physics (NY, Bantam Books, 1980), S.82

11 Ebd. S.122

12 Fritjof Capra, The Tao of Physics (NY Shambhala, 1973) S.284

13 Cosmic Code, S.210

14 Cosmic Code, S.210

15 Ebd. S.238

16 Ebd. S.239

17 Ebd. S.239

18 The Complete Works of Sw.Vivekananda (Calcutta, Advaita Ashram, 1976) Bd.2, S.76

19 Mysticism and New Physics, S.188

20 Ebd. S.120

21 Drg Drsya Viveka, 14

22 The Complete Works of S.Vivekananda (1977), 1.256

23 Ebd., 1.151

24 Ebd., (1973), 3.400-401

25 Ebd., (1976), 2.400-451

26 Ebd., (1977), 8.363

27 Ebd., 8.429

28 Mysticism and New Physics, S.118

29 Ebd., S.81

30 Ebd., S.143

31 Ebd., S.161

32 Ebd., S.161

33 Quantum Questions, S.16

34 Ebd., S.16

35 Ebd., S.16

36 The Cosmic Code, S.233

37 The Complete Work of S.Vivekandana (1978), 6.34

38 Ebd.,S.34 Worte in Klammer nicht im Original

39 Handbook of Parapsychology, Benjamin Wolman (New York, 1977) S.741

40 The Complete Work Of S.Vivekananda (1987) 6,30-31,28

41 Handbook of Parapsychology, S.741

42 Secret Life of Plants, S.309